Come to the dark side…

Michael Strepp, ehemaliger Sprecher der CSU, scheint das Frühjahr dieses Jahres verdrängt zu haben. In eben diesem hatte Christian Wulff dem Chefredakteur der Bild auf den Anrufbeantworter gesprochen, um eine Berichterstattung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Dass Medien so etwas – wohlgemerkt aus gutem Grund – gar nicht gerne haben, dürfte Strepp spätestens gestern auch wieder eingefallen sein. Falls er denn wirklich versucht haben sollte, die Berichterstattung über den Landesparteitag der bayerischen SPD zu verhindern.

Angeblich ja sogar auch per SMS. Was ja von der Beweislage so praktisch wäre wie ein auf dem Anrufbeantworter gespeichertes Telefonat. Selbst die Reißwölfe des Verfassungsschutzes sind nicht groß genug für ausgewachsene Telefone.

An alle zukünftigen Politiker, die ein wenig Einfluss nehmen wollen auf die Machenschaften der Journalisten: Versucht es doch einmal auf die sanfte Tour. Bietet ihnen einen Kaffee an. Reicht ihnen leckere Kekse, getreu dem Motto „Come to the dark side, we have cookies“. Als Beweise blieben nur die Krümel auf dem Teller und die Schokolade am Finger übrig. Im Notfall ließe sich beides ohne weitere vernichten.

Die unwiderstehliche Wirkung der Cookies wurde heute meinerseits bereits durch eine stichprobenhafte Befragung in der Universität belegt. Trotz der knapp 100kcal pro Keks griffen selbst diejenigen zu, die in der Mensa sonst nur den Salat essen – ohne Joghurtsoße. Noch bevor der Professor die Präsentation gestartet hatte, war die Zwölferpackung durch meine Kommilitonen entleert. Danke Leute!

Wenn der Pate ein Angebot macht, das man nicht ablehnen kann, serviert er eine ordentliche Portion von feinstem italienischem Cookies-Eis.

Ich hatte bisher mehr Cookies von Subway als Baguettes.

Wie gesagt: unwiderstehlich.

26. Oktober 2012 - Permalink

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