Eins und eins macht zwei

Während in den meisten Artikeln zur heutigen Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises auf die Nieren-Tauschbörse von Alvin Roth Bezug genommen wird, klingt folgendes aus dem Bericht der New York Times zwar nicht allzu nützlich, aber noch ein Stück interessanter:

The paper [by Lloyd Shapley] focused on the puzzle of marriage: that is, how mates find one another in a fair and stable way, so that no one who is already married would want (and be able to) break off and pair up with someone else who is already married.

Dennoch legt dieses Problem nur den Grundstein für die weiteren Erfolge von Shapley und Roth. Beide haben in der Spieltheorie große Spuren hinterlassen. Insbesondere dank Roth gibt es nun mehr praktische Möglichkeiten Angebot und Nachfrage in Märkten, in denen das Gleichgewicht nicht durch Preise hergestellt werden kann, effizient zu verteilen. Damit sind wir dann auch wieder bei der besagten Nieren-Tauschbörse.

Wer sich für die genauen Gründe des Preiskomitees interessiert, kann diese hier nachlesen. Dort findet man auch Literaturangaben, die zu den Werken von Roth und Shapley führen. So findet man zum Beispiel Shapleys Aufsatz “College Admissions and the Stability of Marriage”. (Kann zum momentanen Zeitpunkt leider nicht beurteilen, ob dies der richtige und vollständige Aufsatz ist.)

15. Oktober 2012 - Permalink

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